• Angi

Yoga gegen Blähbauch

Vor etwa 8 Jahren habe ich Yoga für mich entdeckt. Erst war ich in Kursen. Mittlerweile mache ich die Übungen fast täglich Daheim. Auf Wunsch teile ich in diesem Blogpost meine liebsten "entblähenden" und verdauungsanregenden Yoga-Positionen.⁠ Bevor wir loslegen muss ich jedoch noch sagen, dass ich die Posen zwar möglichst gut versucht hab abzubilden, ich aber wie man wahrscheinlich unschwer erkennen kann, keine zertifizierte Yoga-Lehrerin bin. Naja. Ich hoffe, es hilft trotzdem. Namaste.



Ich leide an einigen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, u.a. Laktose, Fructose, Weizen, Zwiebeln und Knoblauch. Mein Verdauungssystem ist somit wohl allgemein etwas angeschlagen. Wenn ich nicht rigoros auf meine Ernährung achte und mich genügend bewege, rebelliert der Darm sofort. Er ist ziemlich zickig. Oft geht dann gar nichts mehr. Ein Blähbauch und nicht selten auch Verstopfung machen sich breit.


Was tun, wenn der Bauch sich fest und rund anfühlt, wie ein Ballon?


Vielleicht kennst du das. Der Bauch ist kugelrund, hart, die Hosen passen kaum mehr und alles spannt. Das ist unangenehm. Die Luft muss raus!

Neben Pfefferminztee hilft mir Bewegung in so Situation am besten. Dank ein paar gezielten Yoga-Positionen lassen sich meine Beschwerden meint schon nach wenigen Minuten ein wenig lindern.



 

Vorbereitung

Gross vorbereiten muss man sich bei Yoga eigentlich nicht. Alles was du brauchst, ist eine Yoga Matte und bequeme Kleidung. Dann kann's auch schon los gehen.




 

Übungen


Um "in the mood" zu kommen und meinen Körper aufzuwärmen, mache ich meistens zuerst ein paar Wiederholungen des Sonnengrusses. Am Schluss bleibe ich eine Weile im herabschauenden Hund, bevor ich zur Vorwärtsbeuge übergehe. Danach folgt die sogenannte Katze/Kuh.⁠


Herabschauender Hund (Adhomukhashvanasana)

Diese Übung denkt die gesamte Körperrückseite, verhilft zu innerer Ruhe und gibt Kraft. Der Hund erfrischt das Gehirn, beruhigt und baut Stress ab. Er lindert Kopfschmerzen, hilft aber auch gegen Schlaflosigkeit sowie Müdigkeit. Zudem wird die Verdauung verbessert. Ein richtiger "Allrounder" also.

Die Knie können in dieser Position leicht gebeugt werden, um den Rücken zu strecken und das Steissbein so weit wie möglich nach hinten oben zu schieben.



Vorwärtsbeuge (Hastapadasana)

Diese Übung dehnt die Rückenmuskulatur, löst Verspannungen und hilft bei Verstopfungen. Das Wichtige bei dieser Übung ist, dass der untere Rücken und die Beine stets gerade sind. Bei der Ausatmung wird der Bauch eingezogen und der Kopf näher zu den Knien bewegt (dieser muss die Knie jedoch nicht unbedingt berühren, um die gewünschte Wirkung zu erhalten).


Die Katze/Kuh-Übung wirkt gut gegen Blähungen, weil sie den Bauch im Wechsel dehnt und zusammendrückt. Das ist super, um die Verdauung anzuregen. So geht's:

  1. in den Vierfüsslerstand begeben (Arme gestreckt, beine im rechten Winkel, die Hände unter den Schultern, die Knie unter den Hüften)

  2. beim Einatmen den Kopf in den Nacken und den Rücken in ein leichtes Hohlkreuz, Brust nach oben (Kuh)

  3. beim Ausatmen den Kopf senken, den Rücken ganz rund machen, in Richtung Bauchnabel blicken und diesen an die Wirbelsäule ziehen (Katze)



Wie gesagt, beginne ich so meine "Yogastunde" meistens. Den Rest mache ich immer recht spontan – je nachdem worauf ich gerade Lust habe. Und was mir gefühlt in diesem Moment am besten tut.


Das sind die Positionen, die ich oft mache:


Kind-Pose (Balsana/Garbhasana)

Diese Übung lindert Blähungen und tut der Verdauung gut. So geht's:

  1. auf die Matte knien mit dem Po auf den Fersen

  2. den Oberkörper nach vorne beugen, bis die Stirn den Boden berührt

  3. die Hände können entweder gestreckt oder angelegt sein



Drehsitz (Ardha/Purna Matsyendrasana)

Diese Übung regt die Bauchspeicheldrüse an und stimuliert den Magen, die Nieren, die Milz, die Leber sowie den Dickdarm. Dadurch lösen sich Verstopfungen und der Stuhlgang verbessert sich. So geht's:

  1. mit beiden Beiden nach vorne ausgestreckt hinsetzen

  2. das rechte Knie anwinkeln

  3. das rechte Bein mit dem angewinkelten Knie über das linke gestreckte Bein heben und den rechten Fuss neben dem linken Knie platzieren

  4. das linke Knie nun ebenfalls beugen und den linken Fuss bei der rechten Hüfte platzieren

  5. nun den linken Arm vor dem rechten Knie platzieren und den Rücken aufrichten

  6. Blick nach vorne zur rechten Hand oder über die rechte Schulter richten und langsam nach rechts drehen (der linke Arm kann leicht gegen das rechte Knie drücken)

  7. Seite wechseln (im Yoga geht man immer gleich aus einer Position rein und raus)


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