• Angi

Low FODMAP in Budapest

Auch wenn ich mir die ungarische Hauptstadt "schöner" vorgestellt habe, ist sie wirklich beeindruckend. Mein Lieblingsort: das Burgenviertel in Buda. Hier fühlt man sich in der Zeit zurück versetzt. Gleichzeitig hat man einen tollen Blick auf die Donau und den gegenüberliegenden Stadtteil: Pest. Aber es gibt noch viel mehr zu sehen. Und wir gingen natürlich auch auf kulinarische Entdeckungsreise.

// WERBUNG – Dieser Blogpost enthält persönliche Empfehlungen & somit (unbezahlte) Werbung.


Budapest stand schon lange auf meiner Wunschliste. Eine Stadt mit Geschichte. Und schönen Gebäuden – das dachte ich zumindest. Zudem liebe ich die ungarische Badekultur. Als Kind bin ich mit meinen Eltern durch Ungarn gereist und wir haben, glaub ich, jedes Bad besucht. Das würde ich glatt nochmal machen. Jetzt war aber erstmal Budapest an der Reihe. Auch hier haben wir gebadet – im Széchenyi-Heilbad. Das ist aber ehrlich gesagt nicht der Rede wert. Sehr touristisch und viel zu überfüllt. So ähnlich war es auch im Burgenviertel. Trotzdem war das traumhaft, vor allem abends.

Etwas weniger touristisch ist es im 6. und 7. Bezirk (Theresienstadt und Elisabethstadt). Die beiden Bezirke werden durch die Andrássy getrennt. In den Seitenstrassen davon befinden sich einige der interessantesten und aufregendsten Viertel der Stadt. Hier gibt es auch viele Cafés, Bars und Restaurants. Lass uns ein bisschen darüber reden.


Eines vorweg: die ungarische Küche ist recht fleischlastig. Es ist also gar nicht so leicht, etwas fleischloses zu finden. Und dann soll's ja auch noch FODMAP-arm sein. Unmöglich?! Nicht ganz, zum Glück.


Wie üblich, habe ich im Voraus ein bisschen recherchiert und die Restaurants auf meiner Google Karte gespeichert. Ich habe sogar ein paar 100% glutenfreie und laktosefreie Lokale gefunden.



Frühstück


Wir waren drei Tage in Budapest, in einem Airbnb und haben es uns gegönnt jeden Tag auswärts zu frühstücken:


London Coffee Society

Dohány u. 27, 1074 Budapest, Ungarn


Ein kleines Café im 7. Bezirk, natürlich mit leckerem Kaffee. Es gibt aber auch was zu Essen. Klar. Schliesslich haben wir hier ja gefrühstückt. Das einzige FODMAP-arme und vegetarische Gericht war Avocado on Toast – wahlweise mit glutenfreiem Brot. Die Entscheidung war also recht einfach (⅛ Avocado ist low FODMAP).

Wer's lieber süss mag: sie haben eine wechselnde Auswahl an (teilweise glutenfreien) Kuchen und Bananenbrot.



STIKA

Dob u. 46/a, 1072 Budapest, Ungarn


Das war ein typischer Fall von "oh schau mal, hier stehen viele Leute an, das muss gut sein".

Dieses Lokal ist mir bei der Recherche nämlich nicht aufgepoppt. Wahrscheinlich weil sie keine glutenfreien Gerichte auf der Karte haben. Ich habe aber trotzdem was gefunden: das Vegan Breakfast mit Ziegenkäse (habe dafür Randen / rote Beete weggelassen). Und gut war's auch. Recht voll und eng, aber coole Location. Scheint recht hip zu sein.




Free- a Gluténmentes Pékség

Dob u. 28-30, 1072 Budapest, Ungarn


Eine 100% glutenfreie Bäckerei... Ein Traum! Das hab ich zuletzt auf Sizilien erlebt. Eine riesige Auswahl an leckeren Sachen und auch so günstig im Vergleich zu glutenfreien Produkten in der Schweiz. Die kleinen Backwaren zahlt man je nach Gewicht. Ich habe mich eingedeckt mit Schoggi-Gipfeli, Zimtschnecken und Grissini – alles sehr gut.


Den Sizilien Blogpost findest du übrigens hier: Low FODMAP in Sizilien



Mittagessen / Abendessen


Natürlich haben wir in Budapest nicht nur gefrühstückt – auch wenn ich mich wahrscheinlich gut drei ganze Tage davon hätte ernähren können. Aber wenn man schon mal hier ist, muss man schliesslich möglichst viel ausprobieren. Die ungarische Spezialität Lángos durfte dabei natürlich nicht fehlen.


Lángos Papa

Andrássy út 38, 1061 Budapest, Ungarn


Ich habe sogar ein Lokal gefunden, das eigentlich glutenfreie Lángos anbietet. Ich sage eigentlich, weil es leider keine gab, als ich da war. Erst wollte ich wieder gehen. Dann habe ich mich aber dazu entschieden, ein paar Tabletten einzuschmeissen und eine Ausnahme zu machen (ich habe keine Zöliakie, "nur" eine Glutensensitivität). Ich muss gestehen: es hat sich gelohnt. Auch wenn sie richtig fettig und womöglich extrem ungesund waren, haben sie super geschmeckt. #leidergeil

Pam und ich hatten zusammen das Lángos Menu bestehend aus Mozzarella Caprese Salat zur Vorspeise, Lángos mit Gorgonzola zum Hauptgang und zum Dessert: Langos mit Nutella und Banane.




Kata Restaurant

Hajós u. 27, 1065 Budapest, Ungarn


Nach den Lángos war das Weizen-Fass definitiv voll und ich habe mich wieder auf glutenfreie Speisen fokussiert. Da kam dieses 100% glutenfrei und laktosefreie Restaurant genau richtig. Ich hatte Tagliatelle mit laktosefreier Sahne, Lachs, Spinat und Parmesan. Mmmmh.


Direkt daneben gibt es übrigens noch ein anderes 100% gluten- und laktosefreies Restaurant: Drop.

Sieht auch vielversprechend aus, ich konnte es aber leider nicht persönlich ausprobieren.




Monkey's

Dob u. 6, 1072 Budapest, Ungarn

Ich muss sagen, ich war überrascht über das glutenfreie Angebot in Budapest. Das Monkey's ist nämlich ebenfalls ein 100% glutenfreies Restaurant. Hier waren wir an unserem ersten Abend. Auch wenn ich die Location an sich nicht so gemütlich fand, war das Essen sehr lecker. Und die Bedienung top. Die Dame (ich nehme an, es war die Besitzerin höchstpersönlich) wusste bestens Bescheid und hat mich super beraten, auch was Zwiebeln und Knoblauch anging. Ich habe den Cheese Lover Burger ohne Onion Chutney und mit normaler Mayo bestellt, das war gar kein Problem.

Pommes gibt es hier übrigens keine, was für mich als Pommesliebhaberin ein kleiner Schock war. Aber okay, ich esse ja sonst oft genug Pommes. Dann kann ich auch mal ohne...




Einkaufen


Normalerweise checke ich ja immer gerne die lokalen Läden aus, um zu sehen wie das "intolerante" Angebot ist. In Budapest, muss ich aber gestehen, habe ich mir keine Gedanken um's Einkaufen gemacht. Wahrscheinlich war ich einfach gut versorgt und habe nichts gebraucht. Ein Laden ist mir auf unserer Erkundungstour aber trotzdem aufgefallen:


Diéta Life Market

Arany János u. 30, 1051 Budapest, Ungarn (mehrere Locations)


So eine Art Reformhaus. "Glutenfrei" steht gross angeschrieben. Hier wird man also bestimmt fündig, sollte man mal was brauchen.



Ausserdem gibt es eine grosse Markthalle in Budapest. Die ist Montag bis Samstag geöffnet ab 6:00 Uhr.



Bars


Neben Essen und Einkaufen, gehe ich auch gerne mal was trinken. Deshalb möchte ich dir ein paar Bars in Budapest vorenthalten, die mir besonders gefallen haben.


Kisüzem

Kis Diófa u. 2, 1077 Budapest, Ungarn


Eigentlich eine ganz einfach Kneipe. Mir hat sie es aber irgendwie angetan. War recht entspannt und gefühlt nicht so touristisch. Auch die Getränke waren vergleichsweise günstig (die sind allgemein nicht teuer im Vergleich zur Schweiz).


DOBLO Wine Bar

Dob u. 20, 1072 Budapest, Ungarn

Hier kann man gut Wein und Pálinka trinken. Ein sehr gemütliches Lokal.

Pálinka ist übrigens ungarischer Obstbrand – also nichts für die fructoseintoleranten unter uns.



Anreise


Wir sind von Wien mit dem Flixbus gefahren. Die Fahrt hat etwa 3 Stunden gedauert und CHF 13.- gekostet, inkl. Sitzplatzreservierung – sehr günstig, unkompliziert und somit zu empfehlen. Von Budapest zurück in die Schweiz sind wir geflogen. Für den Direktflug mit Swiss (hin nach Wien und zurück ab Budapest) haben wir CHF 117.- bezahlt pro Person.


Apropos Wien, meinen Blogpost dazu findest du hier: Low FODMAP in Wien



Übernachten


Wir hatten ein Airbnb direkt an der Csányi u. – super Lage. Mitten im jüdischen Viertel. Von da ist man schnell überall. Meistens sind wir gelaufen. Die weiteste Strecke war rüber nach Buda und hat zu Fuss etwa 35 Minuten gedauert.

Wenn du mehr über unser Apartment erfahren möchtest, schreib mir einfach einen Kommentar oder eine Nachricht.



Erleben


Wenn Pam und ich irgendwo hin gehen, essen und trinken wir uns meistens durch die Szene. Ich würde sagen, das ist unsere Hauptbeschäftigung. Auch in Budapest. Ansonsten sind wir einfach ein bisschen in der Gegend rumspaziert.

Wie bereits gesagt, hat mir das Burgenviertel in Buda sehr gut gefallen. Aber auch entlang am Donaukanal lässt es sich gut schlendern. Oder Window-Shopping am Boulevard Andrássy út. Dieser zieht sich kilometerweit vom Deák Ferenc tér zum Heldenplatz. Unweit diesem liegt das Széchenyi-Heilbad. Das würde ich aber nicht unbedingt empfehlen. Dann lieber ein Spaziergang durch das Városliget (auf Deutsch: Stadtwäldchen).

Auch schön ist Theresienstadt und Elisabethstadt, links und rechts der Andrássy út.

Wir haben uns zudem das Parlament, die Kettenbrücke und ein paar Weihnachtsmärkte angeschaut.


Sicherlich gäbe es noch viel mehr zu entdecken. Aber das war's aus drei Tagen Budapest.


Warst du auch schon in Budapest und hast weitere Tipps? Dann schreib doch gerne einen Kommentar. Oder schick mir eine persönliche Nachricht. Ich freue mich von dir zu hören.


Oder falls du selber eine Budapest-Reise planst: viel Spass!


Da sowas nicht selten der Fall ist, bin eigentlich immer recht gut ausgestattet, was Snacks angeht. Lies dir dazu meinen Blogpost Low FODMAP für unterwegs durch.


♡ Angi



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