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Unverträglichkeits- und Histaminintoleranz-Tests von kiweno

Ganz ehrlich: wer würde nicht gerne wissen, welche Lebensmittel einem gut tun und welche nicht?

So ein Unverträglichkeitstest klingt also wirklich vielversprechend. Aber was steckt genau dahinter?

Ich durfte die kiweno Selbsttest-Kits für zu Hause ausprobieren und mir ein eigenes Bild darüber machen.

In diesem Beitrag teile ich mein Fazit. Zudem beantwortet das Team von kiweno meine (und eure) brennendsten Fragen rund um dieses doch etwas kontroverse Thema.

 

// WERBUNG – Dieser Blogpost ist in bezahlter Kooperation mit kiweno entstanden. Ich habe mich mit den Tests sowie deren Hintergründe beschäftigt und sowohl den Unverträglichkeitstest als auch den Histamin Intoleranz Test in einem Selbsttest ausprobiert. Meine persönliche Erfahrung findest du am Ende dieses Beitrages. Dieser Beitrag enthält u.a. auch Fragen aus der Community, welche ich kiweno direkt gestellt habe und ihre Antworten dazu.



 

Was ist Kiweno?


Kiweno ist ein österreichisches Gesundheitsunternehmen, das sich auf labordiagnostische Selbst- und Schnelltests für Nährstoffe, Unverträglichkeiten/Intoleranzen uvm. spezialisiert hat. Sie schreiben auf ihrer Website, ihr Ziel sei es, Menschen zu helfen, sich aktiv mit ihrer Gesundheit zu beschäftigen und diese vorbeugend zu stärken.

Die Idee zur Gründung von kiweno entstand aus der eigenen Betroffenheit von Mitgründerin Bianca Gfrei. Gemeinsam mit Dr. med. Roland Fuschelberger und Robert Fuschelberger setzten sie sich das Ziel, Selbstabnahmetests jedem zugänglich zu machen. Ihre Vision: Das Gesundheitsdenken zu revolutionieren und den Menschen die Verantwortung für ihre Gesundheit zurückzugeben.

Das Wort kiweno setzt sich aus zwei Säulen zusammen: einerseits das „ki“ welches der fernöstlichen Medizin entspringt und „Lebensenergie“ bedeutet. Auf der anderen Seite das „-weno“, Englisch für „we know“ (wir wissen). Kurz: kiweno hilft dir zu verstehen, was dir und deinem Körper guttut.


 

Wie funktioniert der Unverträglichkeits-Test?


Für den kiweno Unverträglichkeitstest werden Antikörper des Typs IgG4 gemessen. Dadurch können Unverträglichkeiten auf bestimmte Eiweissbestandteile der Nahrung festgestellt werden.


Die Auswertung erfolgt nach dem standardisierten ELISA (enzyme-linked immunosorbent assay)-Testverfahren. Dieses weist bestimmte Moleküle (wie etwa Eiweisse oder Antikörper) in Körperflüssigkeiten bzw. dem Blut nach.


Dafür nimmt man Blut zu Hause ab und schickt die Probe anschliessend zur Analyse zurück an kiweno. Die Auswertung erfolgt im Labor. Der Unverträglichkeitstest testet die Verträglichkeit von Eiweissbestandteilen auf über 70 häufig verzehrten Nahrungsmitteln. So läuft ein Test ab.


Die Ergebnisse werden übersichtlich im my.kiweno Gesundheitsprofil dargestellt.



Achtung: Der kiweno Unverträglichkeitstest testet nicht auf Laktoseintoleranz, Histamintoleranz oder Fructosemalabsorption und dient auch nicht der Feststellung einer Zöliakie oder Allergien.

Laktoseintoleranz und Fructosemalabsorption können bei einem Facharzt mittels H2-Atemtest nachgewiesen werden. Die Zöliakie-Diagnose wird ebenfalls vom Facharzt gestellt, jedoch anhand eines Bluttests in Kombination mit einer Dünndarmbiopsie gestellt, bei der eine Gewebeprobe entnommen wird.


Für Allergien empfiehlt es sich einen Allergologen aufzusuchen. Diese führen meist Prick-Tests o.ä. durch.


Bei Verdacht auf Histaminintoleranz kann kiweno wiederum helfen. Dafür haben sie ein separates Testverfahren. So funktioniert der kiweno Histaminintoleranz-Test.


Nun aber nochmals zurück zum Unverträglichkeits-Test. Auf meinem Instagram Account durften Fragen dazu gestellt werden, da es doch noch einige Unsicherheiten diesbezüglich zu geben scheint.


Folgende Fragen kamen aus der Community und wurden von kiweno beantwortet:


  1. Ich habe schon gelesen, dass IgG-Antikörper-Messungen nicht so aussagekräftig sind, da sie vor allem anzeigen, was man verstärkt gegessen hat. Woran liegt das bzw. wie ist das genau? Gibt es dazu neue Studien? Die deutsche, österreichische und schweizerische Allergologenvereinigung hat im Jahr 2009 eine Leitlinie herausgebracht, die Ihre Meinung zu den IgG4-Tests öffentlich gemacht hat. Bitte beachte, dass die Leitlinie bzw. Stellungnahme KEINE Studie ist und deshalb keine wissenschaftliche Relevanz hat. Außerdem werden zahlreiche Studien aus den 80er-Jahren zitiert, die bei weitem nicht mehr aktuell sind. Es gibt zahlreiche Gegenstellungnahmen, wie etwa vom Labor Ganz Immun, die gegenteilige Meinungen widerspiegeln. Ein Argument der Allergologen ist etwa, dass IgG-Antikörper nur eine "normale Reaktion" des Körpers auf Nahrungsmittel aufzeigen. Das stimmt zwar, aber IgG-Antikörper in einem überdurchschnittlichen Ausmaß weisen sehr wohl auf eine überdurchschnittliche Reaktion des Immunsystems und somit auf eine Unverträglichkeit hin. Außerdem ist zu beachten, dass wir Unverträglichkeiten testen, die im medizinischen Sinn einer Allergie-Typ-III entsprechen. Generell werden IgG4-Tests seit der Veröffentlichung der Leitlinie der Allergologen stark kritisiert. Die Erfahrungsmedizin und auch einige Studien weisen aber darauf hin, dass sehr gute Erfolge dadurch erreicht werden können. Beispielhafte Studien sind etwa: Hardman, G., Hart, G,: Dietary advice based on food-specific IgG results, In: Nutrition and food science, 2007, Vol. 37, No. 1, 16 - 23 (http://www.yorktest.com/uploads/pdfs/5000_survey_hardman_and_hart.pdf) • Studie belegt Relevanz von IGG-Antikörper Bluttests zur Feststellung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten • Über 5000 Personen wurden auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten getestet • 75 % der Probanden berichteten nach Einhaltung der Eliminationsdiät von einer Verbesserung ihrer chronischen Beschwerden Bei IgG4-Tests ist die richtige Interpretation der Ergebnisse wichtig, bei der wir mit der my.kiweno-Plattform hilfreich zur Seite stehen wollen. Außerdem ist wichtig, dass man andere Faktoren von Symptomen nicht außer Acht lässt. So sind bspw. Bauchschmerzen, Völlegefühl oder Obstipation Symptome einer Unverträglichkeit, aber gleichzeitig können diese Beschwerden auch Symptome für andere Intoleranzen oder Erkrankungen sein - es gilt hier eine differenzierte Diagnose zu beachten. Wir wollen mit unseren Tests die Erkennung von Unverträglichkeiten erleichtern, da es bei Hausärzten häufig sehr kostenintensiv und zeitaufwendig ist.

  2. Wird das Ergebnis verfälscht, wenn man an der Fingerkuppe drückt? Ich habe im Studium gelernt, dass man dies bei Messungen nicht machen sollte, da man quasi so die Werte verfälschen kann, z.B. bei Zucker oder Cholesterin-Messungen Ich selbe blute auch immer ganz schlecht an den Fingern und kann solche Messungen nie ohne Finger rumdrücken machen. Ich habe sonst oft zu wenig Blut. Es ist wichtig, bei der Blutentnahme festes Quetschen und Drücken zu vermeiden, da sonst Gewebsflüssigkeiten in das Röhrchen gelangen können. Es könnte dann zu verfälschten Ergebnissen kommen. Das wird aber alles in unserer Anleitung erwähnt.


Solltest du noch weitere Fragen haben, stellt diese gerne im Kommentarfeld am Ende dieses Beitrages oder schickt mir eine Nachricht.


 

Wie funktioniert der Histaminintoleranz Test?


Der kiweno Histamintest testet die Abbaufähigkeit von Histamin durch das Enzym Diaminoxidase (DAO). Das Enzym Diaminoxidase (DAO) baut im Körper Histamin ab. Steht dem Organismus zu wenig dieses Enzyms zur Verfügung, kann Histamin nur unzureichend abgebaut werden und ein Histaminüberschuss kann entstehen, was häufig zu unangenehmen Beschwerden führt.


Ein weiterführendes Testverfahren ist die Stuhlprobe auf Histamin, welche bei einem Arzt des Vertrauens durchgeführt werden kann. Damit kann feststellt werden, wieviel Histamin tatsächlich im Darm vorhanden ist. Bei erhöhten Werten kann es trotz einem hinzureichenden Histaminabbau durch die DAO zu histaminbedingten Beschwerden kommen.


Das Testergebnis muss immer im Zusammenhang mit möglichen Symptomen gesehen werden. Der durch den Histamin-Test gemessene DAO-Spiegel kann durch folgende Faktoren beeinflusst werden:


  • „DAO hemmende Präparate“, wie etwa DAOsin

  • Alkohol

  • Nikotin und

  • Medikamente (u.a. N-Acetylcystein, Ambroxol, Aminophyllin, Amitriptylin, Chloroquin, Clavulansäure, Isoniazid, Metamizol, Metoclopramid, Propafenon, Verapamil).

Einige Medikamente davon beeinflussen nicht konkret das DAO, sondern nur die Histaminausschüttung. Generell gilt, dass der Einfluss auf das DAO durch Medikamente nicht 100% gesichert ist.

Auch bestimmte Nahrungsmittel stehen im Verdacht den DAO-Spiegel zu beeinflussen – darunter v.a. Kakao, grüner und schwarzer Tee sowie Energy-Drinks.

Auch die Versorgung mit Vitamin B6, Zink und Vitamin C hat Einfluss auf den DAO-Spiegel, da bei einer Mangelversorgung DAO nicht ausreichend gebildet werden kann.


Solltest du noch weitere Fragen haben, stellt diese gerne im Kommentarfeld am Ende dieses Beitrages oder schickt mir eine Nachricht.


 

Wie läuft so ein Selbsttest zu Hause genau ab?


  1. Test-Kit online bestellen Auf kiweno.com kannst du die gewünschten Test-Kits bestellen. Die Zustellung nach Hause erfolgt innerhalb weniger Tage.

  2. Durchführung von zuhause aus Die kiweno Test-Kits enthalten alle Bestandteile, mit denen du dir eine kleine Menge Blut einfach und sicher von zuhause aus entnehmen kannst. Nach der Selbstabnahme schickst du deinen Test zurück an kiweno für die Auswertung.

  3. Analyse von Experten Deine Ergebnisse basieren auf standardisierten Testverfahren, durch die Aussagen über Vitamin D, Unverträglichkeiten, Intoleranzen oder Nährstoffversorgung getroffen werden können.

  4. Resultate online abrufen Sobald deine Ergebnisse da sind, werden sie dir direkt zur Verfügung gestellt. Du bekommst eine Benachrichtigung und kannst die Auswertung jederzeit in deinem persönlichen Gesundheitsportal online oder direkt deiner App abrufen bzw. einsehen.

  5. Ernährung verstehen & managen Wissen, was dir gut tut: Erhalte wertvolle Tipps für deine optimale Ernährung, lerne, wie gut das Leben trotz Unverträglichkeiten schmeckt und erfahre, wie du deinen Körper optimal mit allen wichtigen Nährstoffen versorgst. Hierbei unterstütze ich als ganzheitliche Ernährungsberat