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Glutenfreie Weihnachten auf der Rigi

Im 2020 ist fast alles anders. Auch Weihnachten. Darum haben Pam und ich uns entschieden, dem ganzen Trubel zu entfliehen und die Feiertage dieses Jahr alleine zu verbringen. Wir wollten uns einen Tapetenwechsel gönnen und einfach irgendwo in Ruhe Weihachten geniessen – am besten irgenwo, wo's schön ist und man gut entspannen kann. Die Rigi kam uns da ziemlich gelegen.

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Die Königin der Berge muss man gesehen haben. Das Zentralschweizer Bergmassiv ist mit nur knapp 1800 m.ü.M. zwar nicht besonders hoch, aber bietet durch seine exklusive Lage zwischen dem Vierwaldstättersee, dem Zugersee und dem Lauerzersee einen grandiosen Blick.

Von Rigi Kulm sieht man 13 Seen und ein Meer aus Gipfelzacken: Säntis, Glarner, Urner und Berner Alpen, fern im Westen ein paar Jurahöhen, im Norden der Schwarzwald. Bei optimaler Fernsicht können sogar 24 der 26 Schweizer Kantone erspäht werden.


Und dann noch der viele Neuschnee, der so schön unter den Schuhen knistert... Magisch.


Hotel Rigi Kaltbad


Wir waren 3 Nächte im Hotel Rigi Kaltbad. Von da aus sind es ca. 15 Minuten mit der Zahnradbahn bis zum Gipfel Rigi Kulm.


Das Seminar- und Wellnesshotel hat einen direkten Zugang zum schönen Mineralbad & Spa – was auch der Grund ist, wieso wir uns für dieses Hotel entschieden haben. Jetzt an Weihnachten war das Mineralbad & Spa ausschliesslich für Hotelgäste zugänglich. Dazu aber gleich noch mehr.


Wir haben uns für einen kleinen Zuschlag ein Standard Zimmer mit Balkon "gegönnt". Das lohnt sich, auch im Winter. Das Zimmer fühlt sich dadurch etwas grösser an. Ausserdem hat man einen herrlichen Blick. Das war unsere Aussicht:



Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad


Auf der Rigi wird seit 600 Jahren gebadet. Sie ist also seit jeher ein Ort der Ruhe und Erholung inmitten einer traumhaften Bergwelt. Im Mineralbad & Spa Rigi Kaltbad entspannt man im mineralhaltigen Wasser aus der Heilquelle des Drei-Schwestern-Brunnens. Wie es der Name des Bads erahnen lässt, wurde hier früher kalt gebadet. Heute wird das Wasser aber auf angenehme 35°C erhitzt – wobei es für meinen Geschmack ruhig noch zwei Grädchen wärmer sein dürfte.


Ansonsten ist es aber schön warm. Was ich gut finde. Selbst ich "Gfröli" hatte nie kalt.


Was ich auch schön fand, ist die Architektur von Mario Botta. In der grossen Badehalle zieht sich eine 30 Meter lange Steinwand mit riesigen Nischen bis hin zum Aussenbecken. Die Glasoberlichter, die an Bergkristalle erinnern, schaffen im Innern des Bades eine mystische Lichtstimmung. Die grosszügige Glasfassade schafft einen ungehinderten Blick auf die faszinierende Berglandschaft. Im Aussenbad entspannt man unter freiem Himmel im warmen Mineralwasser – und hat ebenfalls einen fantastichen Ausblick. Sehr zu empfehlen ist, sich für den Sonnenuntergang in eine der halbrunden Sprudel-Nischen draussen zu setzen. In denen ist man auch windgeschützt, wodurch es auch im Winter gut auszuhalten ist.


Bilder von Hotel Rigi Kaltbad Website: https://www.hotelrigikaltbad.ch/mineralbad-spa


Verpflegung


Auf diesen Menüpunkt habt ihr sicherlich schon alle gewartet. Natürlich schreibe ich in meinem Beitrag auch übers Essen – um das geht es hier bei the intolerant wanderer ja schliesslich.


Wir haben das Weihnachtsarragement gebucht inkl. Halbpension.


Frühstück

Zwischen 08:00 und 11:00 Uhr gab's ein Zmorge-Buffet mit Brot, Confiture, Käse, Aufschnitt, Tomaten, Eier, Speck, Früchte, Joghurt, Cornflakes, Müesli etc.


Am Buffet hat es zwei verschiedene glutenfreie Cornflakes, die separat verpackt sind (von Hero). Glutenfreies Aufbackbrot (von Huttwiler) und Mandelmilch gibt's auf Wunsch. Die Bestellung dafür kann man direkt dem Frühstückspersonal übermitteln. Sie bringen einem das Brot dann zu Tisch (dauert etwa 15 Minuten, bis es aufgebacken ist).


Wie es sich für ein Schweizer Frühstücksbuffet gehört, ist die Brotauswahl ziemlich reichhaltig – was für uns "Intoleranten" ja aber eh nicht so eine Rolle spielt. Ich esse zudem kein Fleisch, keine Eier und kaum Milchprodukte, ausser Käse. Da war das Angebot gefühlt etwas limitiert – was womöglich auch an der aktuellen Lage hängt. Jedenfalls war der Käse (und auch der Aufschnitt) bereits separat auf Teller abgepackt (mit Plastik-Klarsichtfolie). Die Früchte waren auch schon vor-portioniert und sonst gab es ausser Tomaten nichts "Frisches".



Mittagessen

Zum Zmittag wir ehrlich gesagt gar nie wirklich was gegessen. Ich hatte glutenfreie Crackers (von Roland) für den kleinen Hunger dabei und Chips. Zudem hab ich manchmal ein Brötchen vom Frühstück mitgenommen, wenn ich da nicht alle aufgegessen habe.


Darum kann ich gar nicht viel zum Mittagessen-Angebot sagen. Es gibt auf jeden Fall abgepackte Sandwiches (vielleicht auf Wunsch auch mit glutenfreiem Brot, das habe ich nicht abgeklärt) und Chips an der Mineralbad Kasse. Ansonsten bekommt man sicherlich auch was zu Essen im Hotelrestaurant.



Abendessen

Wie gesagt, war unser Arrangement mit Halbpension. Das heisst Früshtück und Abendessen.

Zum Znacht gab's jeweils ein 4-Gang-Menü.


Ich habe meine Unverträglichkeiten bereits bei der Buchung mitgeteilt, damit die Küche sich vorbereiten konnte: vegetarisch, glutenfrei und ohne Zwiebeln und Knoblauch war meine Bitte. Eigentlich habe ich ja zudem eine Laktoseintoleranz und vertrage einige sogenannte FODMAPs nicht. Dafür habe ich aber teilweise Tabletten (Laktasetabletten und Verdauungshelfer), bzw. esse dann halt nur die Menge, die ich kann.


– Mehr zum Thema FODMAPs, findest du in meinem Blogpost: FODMAP 1x1


Obwohl ich alles im Voraus schon angemerkt habe, musste ich meine "Spezialwünsche" am ersten und zweiten Abend nochmals durchgehen. Am dritten (und leider letzten) Abend kam unsere Kellnerin hiermit auf uns zu:


Sie hat sich schon vorab mit der Küche unterhalten und geprüft, was ich essen kann. Zudem stand das glutenfreie Brot schon aufgebacken auf dem Tisch. Richtig toll! Ihr Name war Anna K. – ich hoffe, sie ist bei eurem Besuch auch da.


Ansonsten war das Servierpersonal nicht ganz so zuvorkommend, aber dafür muss ich dem Küchenpersonal ein Kompliment aussprechen. Sie gehen gefühlt sehr gut damit um und bieten Alternativen, bei denen man trotz Intoleranzen nicht das Gefühl hat, etwas zu verpassen. Vor allem das Risotto am ersten Abend und der Vorpseisenteller am letzten Abend waren sehr lecker.



Anreise


Da gibt es einige Möglichkeiten. Die Rigi ist mit zwei Zahnradbahnen und mehreren Luftseilbahnen zu erreichen. Für uns wäre eigentlich die Zahnradbahn ab Goldau am nächsten gewesen. Wir haben uns aber für die Anreise mit der Zahnradbahn aus Vitzanu entschieden. In etwa 30 Minuten kommt man da direkt bis nach Rigi Kaltbad (von Goldau aus müsste man umsteigen). Ausserdem hat man einen atemberaubenden Blick auf den Vierwaldstättersee.


Während unserer Zeit auf der Rigi haben wir unser Auto im Parkhaus in Vitznau stehen lassen. Das kostet CHF 8.- pro Tag, also voll okay.


Erleben


Eigentlich bietet die Rigi so einiges, gerade im Winter. Skifahren, Langlaufen und Schlitteln ist zurzeit aufgrund von der Schliessung der Lifte wegen Corona aber eher schwierig – ausser natürlich man läuft alles. Laufen kann man auch sonst. Für einen gemütlichen Spaziergang empfiehlt es sich z.B. nach Rigi Kulm zu fahren und von da runter zu laufen nach Rigi Scheidegg – oder sogar bis nach Rigi Kaltbad (dauert etwa 1 Stunde). Es gibt aber auch viele andere Winterwanderwege oder Möglichkeiten zum Schneeschuhlaufen. Danach kann man sich im warmen Wasser des Mineralbads wieder aufwärmen.

Gibt es was Besseres?


Pam und ich fanden es auf jeden Fall sehr schön und haben die Tage auf der Rigi genossen. Es war so gemütlich und entspannt. Uns haben unsere Weihnachten dieses Jahr sogar so gut gefallen, dass ich glaube, es könnte daraus womöglich eine neue Weihnachtstradition entstehen.


Mehr gibt es eigentlich nicht zu erzählen. Ich lasse jetzt noch ein paar Bilder sprechen:




Falls du Fragen hast, schreib mir jederzeit gerne.


♡ Angi