the intolerant wanderer | Gut Health Update #1 – Januar 2019
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Gut Health Update #1 – Januar 2019

Drei Jahre ist es jetzt her, seit ich mit einer Laktose- und Fruktose-Unverträglichkeit diagnostiziert wurde. Nach entsprechender Ernährung (erst Karenzphase, dann Low FODMAP Diät) wurden meine Verdauungsbeschwerden über die letzten Jahre zwar weniger, aber ich bin immer noch fast tagtäglich aufgebläht und fühle mich deswegen unwohl.

Wenn für dich das Thema Darmgesundheit auch relevant ist, interessiert dich ja ein kleines “Gut Health Update” vielleicht.

Im Moment bin ich gerade Zuhause in der Schweiz und habe wieder eine richtige Krankenversicherung – nicht die Auslandskrankenversicherung, die nur bei Notfällen greift. Deshalb dachte ich, es ist an der Zeit, den Beschwerden auf den Grund zu gehen und ein bisschen zu forschen. Seit Dezember 2018 bin ich nun jetzt wieder in ärztlicher Behandlung. Erst beim Hausarzt, jetzt beim Spezialisten.

Hausarzt: grosses Blutbild, Schilddrüsencheck & Ultraschall

Der erste Gang ist ja bekanntlich immer zum Hausarzt. Da habe ich erst ein grosses Blutbild machen lassen. Die Blutwerte sind einwandfrei, ich habe keine erkennbaren Mängel. Was eigentlich toll ist bei der doch manchmal doch etwas limitierten Ernährungsweise (vor allem was Früchte und Gemüse angeht).

Ebenfalls geprüft hat er dabei die Schilddrüsenwerte, um festzustellen, ob möglicherweise eine Schilddrüsenfehlfunktion besteht. Meine Symptome hätten nämlich ziemlich gut auf eine Schilddrüsenunterfunktionen schliessen können. Aber nein, die Schilddrüse zeigt auch keinerlei Auffälligkeiten.

Als nächstes war der Ultraschall dran. Mein erster jemals. Es war unglaublich spannend zu sehen, wie das in einem drin so aussieht. Sieht wohl alles ganz normal aus bei mir. Nur ziemlich viel Luft im Bauch, so viel konnte er erkennen, mehr aber auch nicht. Der Ultraschall gab also auch keinen Aufschluss.

Spezialist: obere gastrointestinale Endoskopie, Enteroskopie & Schleimhautbiopsie

Da der Hausarzt nichts weiter herausfinden konnte, habe ich eine Überweisung zum Spezialisten bekommen. Genauer gesagt dem Dr. med. Andreas Müller im GastroZentrum Hirslanden Zürich. Der hat mich dann zur oberen gastrointestinale Endoskopie, Enteroskopie und Schleimhautbiopsie angemeldet. Das hört sich aber schlimmer an, als es ist. Auf Deutsch ist das nämlich eine Magenspiegelung (obere gastrointestinale Endoskopie) und eine Dünndarmspiegelung (Enteroskopie). Zudem wurden Proben genommen, um zu prüfen, ob ich SIBO (eine Dünndarmfehlbesiedelung) habe.

Nach ein paar Wochen hatte ich dann das Ergebnis. Sieht alles gut aus. Und der SIBO-Test kam auch negativ zurück. Anscheinend habe ich zwar Bakterien im Dünndarm aber es übersteigt den Schwellenwert nicht. 

Weitere Behandlung: Laktosetoleranztest, Probiotika & Antibiotikum

Dr. Müller hat mir empfohlen einen weiteren Laktosetoleranztest zu machen. Wieso verstehe ich ehrlich gesagt nicht so ganz. Vor drei Jahren habe ich ja schon einen H2-Atemtest gemacht. Er findet diese Methode nicht aussagekräftig genug. Mittlerweile gibt es anscheinend bessere bzw. genauere Tests. Trotzdem: der Test damals war ja schon positiv. Positiver kann er wahrscheinlich nicht werden. Zudem ernähre ich mich seither laktosefrei oder sogar mehrheitlich milchfrei (abgesehen von Käse und der ist ja eh oft von Natur aus laktosefrei ist). Ausserdem habe ich immer Laktasetabletten zur Sicherheit dabei.

Für mich hat diese nächste Schritt also gar keinen Sinn ergeben. Deswegen habe ich auch nochmals in der Klinik angerufen, den Laktosetoleranztest abgesagt und nach weiteren Behandlungsmöglichkeiten gefragt.

Daraufhin habe ich nun Probiotika verschrieben bekommen. Eigentlich LACTO LEVURE. Das ist ein Probiotika mit 4 Bakteriensträngen: Saccharomyces Boulardii, Bifidobacterium Lactis, Lactobacillus Acidophillus und Lactobacillus Plantarum.
Da dieses Medikament aber erst bestellt werden musste, habe ich jetzt 10 Tage lang dieses hier genommen: Perenterol 250.

Ein Durchfallmedikament bei chronischer Verstopfung?

Perenterol 250 ist nämlich eigentlich ein Arzneimittel gegen Durchfall und enthält als Wirksubstanz den Hefepilz “Saccharomyces Boulardii”. Das hat mir ehrlich gesagt eher Angst gemacht, da ich ja jahrelang mit Verstopfung zu kämpfen hatte. Aber ich dachte mir dann, der Arzt wird schon wissen, was er tut, da ich ihm das mit den Verstopfungen ja auch gesagt habe. Ausserdem habe ich gelesen, dass das Probiotika auch förderlich sein kann für die Wiederherstellung der Darmflora. Also habe ich, wie verschrieben, 10 Tage lang jeden Morgen und Abend 1 Kapsel vor dem Essen eingenommen. Und passiert ist… NICHTS.

Zum Glück habe davon zwar keine Verstopfungen bekommen, aber die Luft in meinem Bauch wurde leider auch nicht weniger.

Jetzt mache ich gerade eine Woche Pause und beginne dann für 15 Tage mit LACTO LEVURE. Ebenfalls 2 Kapseln pro Tag. Mal schauen, ob das was bringt.
Mitte Februar habe ich auch wieder einen Besprechungstermin beim Arzt. Die nächste Empfehlung von ihm wird sonst wahrscheinlich Antibiotika (gegen die Dünndarmbakterien) sein.

Ich werde dann in ein paar Wochen bestimmt wieder ein weiteres Update schreiben – sobald sich hoffentlich was getan hat. Oder auch nicht… Schliesslich will ich hier ja ganz ehrlich berichten, wie’s ist. Ich wünschte einfach, es würde sich mal wirklich etwas tun. Und zwar bestenfalls nicht nur durch die Ernährung. Denn obwohl ich herausgefunden habe, dass mir eine kohlenhydratreduzierte Ernährung zwar besser tut, will und kann ich mich nicht die ganze Zeit so ernähren. Vor allem jetzt im Winter nicht. Mehr zum Thema “Low Carb”, schreibe ich in meinem Blogpost “Wieso ernähre ich mich Low Carb?”.

Obwohl das Update jetzt vielleicht nicht so erreichnigsreich war, hoffe ich trotzdem, dass es hilfreich war. Ich finde es immer interessant zu lesen, wo andere gerade stehen oder was sie schon ausprobiert haben. Deswegen die Frage: Machst du auch etwas Ähnliches durch? Falls ja, wie geht’s dir dabei? Was hast du schon alles ausprobiert? Schreib mir doch mal einen Kommentar oder eine Nachricht. Ich würde mich freuen von dir zu hören.

♡ Angi

2 Comments
  • Sabrina Theden
    Posted at 14:18h, 14 März Antworten

    Hallo liebe Angi,

    also ersteinmal möchte ich dir sagen, dass ich deinen Blog unglaublich toll finde und danke sagen, dass du das alles mit uns teilst ! Mir persönlich hilft das sehr mich nicht so alleine mit der ganzen Sache zu fühlen.

    Diese ganze Tour von einem Arzt zum anderen habe ich auch schon hinter mir. 2012 Fructose-Test positiv gewesen und eine Fehlbesiedlung im Darm gehabt. Die habe ich dann erstmal mit Probiotika in den Griff bekommen. Ein paar jähre später fing es wieder an, Aufgeblähter Bauch, Bauchweh, Durchfall. Dann ging es wieder weg und jetzt lässt es mich seit knapp 2 Jahren nicht mehr in Ruhe, Darmspiegelung, Schilddrüse etc. alles unauffällig, trotz wahnsinnig hoher Entzündungswerte, die sind aber jetzt wieder runter (sind wohl von einer Aspirin ausgelöst worden und haben mich 1 Monat an die Wohnung gebunden.) Es hieß dann „Ist wohl ein Reizdarm, ernähren sie sich mal Low FODMAP“, als hätte ich das noch nicht ausprobiert … Hilft auch nicht wirklich. Mein Hausarzt meinte dann letztendlich nur ich solle mich mal entspannen, das käme alles vom Stress (Anscheinend habe ich seit 2 Jahren Dauerstress :D).
    Ich bin immernoch auf der Suche nach dem richtigen Weg. Vor 2 Tagen habe ich angefangen 500ml Sellerie Saft morgens zu trinken, mal sehen, ob das irgendetwas bringt. Bisher spüre ich aber kaum eine Veränderung. Habe aber sehr viel positives darüber gelesen, aber jeder ist da ja ganz individuell.

    Ich bin sehr gespannt auf ein neues Update und schicke dir ganz viel Durchhaltevermögen und drücke die Daumen, dass vielleicht doch noch etwas raus kommt und du nicht länger „nichts hast“ laut Mezinin. Hoffentlich war meine Geschichte jetzt nicht zu langweilig für dich, aber vielleicht hilft es ja etwas, dass du dich damit auch weniger allein fühlst 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Sabrina

    P.S. Ich bin seit über einem halben Jahr am überlegen, ob ich auch einen Blog anfangen soll, um über alles zu schreiben as ich schon ausprobiert habe und welche Rezepte man bei den ganzen Lebensmittellisten, die man findet noch machen kann. Hat dir das bloggen geholfen ? Auf Instagram habe ich seit ein paar Monaten eine Seite, aber der Platz unter den Bildern ist dann doch schon recht begrenzt :/ Ich würde mich sehr freuen, wenn du deine Erfahrung mit mir teilen würdest <3

    • Angi
      Posted at 17:55h, 19 März Antworten

      Liebe Sabrina

      Vielen Dank für diesen wirklich netten Kommentar – habe mich richtig darüber gefreut! Es ist immer schön zu hören, dass man nicht alleine ist – auch wenn es mir Leid tut, dass es dir so geht. Unsere Geschichte hört sich ziemlich ähnlich. Ich fühle also mit dir. Aber ich hoffe, es wird bald wieder besser. Bei uns beiden.

      Ich bin gerade bei einem anderen Arzt, der prüfen soll, ob ich irgendwelche Nahrungsmittelallergien habe… obwohl ich nicht glaube, dass das das Problem ist. Aber wer weiss. Ich lasse nichts unversucht 😉
      Sag mir doch bitte Bescheid, ob der Sellerie Saft dir hilft. Habe schon viel davon gehört, es selber aber noch nicht ausprobiert.

      Was den Blog betrifft: probier’s einfach aus. Mein Blog ist ja noch recht jung, aber ich bin seit bald zwei Jahren auf Instagram. Mir hilft der Austausch sehr. Es tut gut, darüber zu reden – oder schreiben. Und ich würde mich freuen, noch mehr von dir zu lesen. Schick mir gerne eine Email übers Kontaktformular oder besuch mal die Free From Community DE auf Facebook (https://www.facebook.com/groups/freefromcommunityde/), wenn du dich noch weiter unterhalten möchtest.

      Liebe Grüsse
      Angi

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