the intolerant wanderer | Hi, ich bin Angi. Und ich bin intolerant.
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Hi, ich bin Angi. Und ich bin intolerant.

Falls du von der “About” Seite kommst, dann erstmal grosses Dankeschön. Ich schätze es wirklich sehr, dass du dich so für mich und meine Nahrungsmittelintoleranzen interessierst. Das Thema ist kein leichtes für mich, aber es hilft mir, darüber zu reden – oder zu schreiben. Also achtung, das wird ein langer Artikel!

Wie alles begann

Obwohl ich schon von einem Blähbauch geplant bin, seit ich denken kann, habe ich mir nie gross Gedanken um meine Ernährung gemacht. Wie wahrscheinlich viele andere, habe ich einfach gegessen ohne nachzudenken. Bis es irgendwann nicht mehr ging.

Ich kann mich noch genau an den Sommer 2015 erinnern. Pam, mein Freund, und ich wollten uns in diesem ominösen Sommer aus unerklärlichen Gründen was Gutes tun und uns ein bisschen gesünder ernähren. Mit vielen Früchten und Smoothies und so… Naja, der Schuss ging ja wohl so richtig nach hinten los. Oder eben nicht. Ich litt nämlich schon nach kurzer Zeit an Verstopfungen sowie Bauchschmerzen und habe mich alles andere als gut gefühlt.

Das war definitiv nicht, was wir erwartet hatten. Und es wurde auch nicht wieder besser.

Daraufhin habe ich eine kleine Arzt-Odyssee auf mich genommen. Anfang 2016 kam dann die Diagnose Laktose- und Fruktoseunverträglichkeit. Die Geburtsstunde meines intoleranten Lebens sozusagen. Yay.

Nach dem Besuch bei einer Ernährungsberaterin, habe ich mit einer sogenannten Karenzphase begonnen. In der durfte ich weder Früchte noch Gemüse essen, aber auch keine Milchprodukte und Schokolade. 4 Wochen und etliche depressive Verstimmungen später, fühlte ich mich trotzdem nicht wirklich gut.

Da kam ich zum ersten mal mit dem Begriff “FODMAP” in Kontakt: „Fermentable Oligo-, Di-, Mono-saccharides And Polyols“. Ich habe Weizen, Zwiebeln, Knoblauch und andere FODMAPs weggelassen und tada, mir ging es schlagartig besser. Zumindest für eine Weile.

Living la Vida Low Carb & Low FODMAP

Nach zwei Jahren und viel Rumprobieren, weiss ich mittlerweile, dass ich Weizen, Zwiebeln und Knoblauch leider wirklich nicht vertrage, Kohlenhydrate allgemein meinen Darm ziemlich belasten und Milchprodukte auch nur so semi-geil sind.

Deshalb ernähre ich mich heutzutage grundsätzlich FODMAP-, sowie kohlenhydratarm und mehrheitlich milchfrei (mit ein paar Ausnahmen ab und zu, denn ich liebe Käse und Glacé über alles!). Hinzu kommt, dass ich meinen Fleischkonsum in den letzten Jahren drastisch reduziert habe. Das hat aber nichts mit den Intoleranzen zu tun.

Reisen mit Intoleranzen

Neben dem Essen ist das Reisen meine zweite grosse Leidenschaft. Damit kenne ich mich inzwischen auch ganz gut aus. Seit gut zwei Jahren bin ich nämlich ohne festen Wohnsitz.

Ende 2014 haben Pam und ich unsere Jobs gekündigt, die Wohnung aufgelöst und alles verkauft. Über ein Jahr lang waren wir dann in Asien und Australien unterwegs. Im März 2018 kamen wir zurück nach Europa und leben seither mal hier, mal da. Kurzfristig oft in Airbnbs, längerfristig meistens bei den Eltern oder irgendwo zur Untermiete. Seit Oktober 2018 sind wir in Zürich.

Wie sieht die Zukunft aus?

Wie lange, weiss ich nicht. Und auch nicht, was danach kommt. Ehrlich gesagt, geniesse ich das Gefühl, dass mir die Welt offen steht und ich alle Möglichkeiten habe.

Trotzdem habe ich gemerkt, dass Routinen für mich und mein körperliches Wohlbefinden extrem wichtig sind. Aber das muss ja nicht heissen, dass ich dafür zwangsläufig immer am gleichen Ort sein muss. So sehe ich das zumindest.

Von anderen Betroffenen höre ich jedoch oft, dass so etwas für sie gar nicht in Frage käme und sie sich zum Teil nicht mal mehr so recht trauen das Haus zu verlassen. Das kann ich gut verstehen, weil es mir auch ab und zu so geht. Aber genau deswegen finde ich es umso wichtiger, über den eigenen Schatten zu springen und mich nicht einsperren zu lassen.

Das will ich mit dir teilen

Mit der Reise habe ich mich quasi selber ins kalte Wasser geschossen. Und dabei habe ich extrem viel gelernt. Ich befasse mich seither noch viel intesiver mit mir selber und versuche Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Über meine Erfahrungen möchte ich hier schreiben. Einfach, weil es mir gut tut. Und wenn ich damit noch jemandem helfen kann, freut es mich umso mehr.

Zudem teile ich einerseits einfache Gerichte, die du zuhause, aber auch in jeder Airbnb Wohnung, ganz leicht selber zubereiten kannst. Andererseits findest du bei mir Empfehlungen für Restaurants und Produkte auf der ganzen Welt. Oder zumindest da, wo ich selber schon einmal war. Für alles andere gibt’s intolerant.me – eine Plattform für Menschen mit Nahrungsmittelintoleranzen und -allergien, von Pam und mir ins Leben gerufen. Dazu aber ein andermal mehr.

Jetzt habe ich glaub genug geschrieben und es bleibt eigentlich nur noch eins zu sagen: verkriech dich bitte nicht! Die Welt da draussen ist viel zu schön dafür und sie lässt sich zum Glück auch mit Intoleranzen wunderbar erkunden.

♡ Angi

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